Aktuelles

Die für das Sommersemester 2020 geplante linguistische Ringvorlesung
"Präskriptionen in der Sprache: Zwischen Normen und Vorurteilen"
muss wegen des Verbots von größeren Veranstaltungen an der CAU
und der Unsicherheiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie
leider auf das nächste Jahr verschoben werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis!
 
Neues, areallinguistisches Forschungsprojekt: "GrammArNord"
 
Die DFG fördert das Kieler Projekt "Grammatische Arealität in Nordeuropa und Norddeutschland (GrammArNord)" (Projektleitung Prof. Dr. Steffen Höder, Skandinavistik) mit zwei Doktorandenstellen (Projektstart voraussichtlich März 2020). "GrammArNord" untersucht erstmals systematisch die areale Verteilung grammatischer Strukturmerkmale im kommunikativen Raum in germanischen Sprachen und Varietäten Nordeuropas sowie Norddeutschlands. Diese Sprachen haben einander durch vielfältige Sprachkontakte stark beeinflusst. Zugrunde liegt deshalb die Hypothese, dass sich im Untersuchungsgebiet Verteilungsmuster identifizieren lassen, die vor allem auf der Nonstandardebene sprachliche Arealbildung quer zu Sprachen- und Sprachfamiliengrenzen belegen. Soweit dies der Fall ist, wird außerdem die Hypothese untersucht, dass sie sich auf kontaktbedingte Konvergenz im Kontext der einschlägigen deutsch-nordischen Kontaktszenarien zurückführen lässt. Das Projekt wertet die verfügbare Forschungsliteratur für die Zeit zwischen etwa 1850 und der Gegenwart systematisch aus, um so relevante grammatische Merkmale in ihrer arealen Distribution zu erfassen und automatisiert zu kartieren. Die Ergebnisse werden in einem digitalen Sprachatlas dokumentiert.