Ringvorlesung des Forschungszentrums "Arealität und Sozialität in der Sprache"

Seit dem Sommersemester 2008 veranstaltet das Forschungszentrum "Arealität und Sozialität in der Sprache" jeweils im Sommersemester eine interdisziplinäre Ringvorlesung über ein sprachwissenschaftliches Thema. Neben den Mitgliedern des Forschungszentrums werden regelmäßig international renommierte Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu Vorträgen eingeladen. 

Ringvorlesung im Sommersemester 2020
Die für das Sommersemester 2020 geplante linguistische Ringvorlesung "Präskriptionen in der Sprache: Zwischen Normen und Vorurteilen" muss wegen des Verbots von größeren Veranstaltungen an der CAU und der Unsicherheiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie leider auf das nächste Jahr verschoben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Erläuterungen zur RV 2020

 

Die Ringvorlesungen der vorherigen Sommersemester finden Sie hier

 

 

 

 

 

 

 

 

Präskriptionen in der Sprache: Zwischen Normen und Vorurteilen

Die für das Sommersemester 2020 geplante linguistische Ringvorlesung
"Präskriptionen in der Sprache: Zwischen Normen und Vorurteilen"
muss wegen des Verbots von größeren Veranstaltungen an der CAU und der Unsicherheiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie leider auf das nächste Jahr verschoben werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis!

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Ringvorlesung Sommersemester

Linguistische Ringvorlesung des Forschungszentrums „Arealität und Sozialität in der Sprache“
(verschoben auf 2021)

Präskriptionen in der Sprache: Zwischen Normen und Vorurteilen

Viele Sprecher*innen haben eine sehr klare Meinung davon, was sprachlich „richtig“ und was „falsch“ ist – oder erwarten zumindest ein klares Urteil von der Schule, von Wörterbüchern und Grammatiken oder von Sprachwissenschaftler*innen. Allerdings ist die Frage nach der sprachlichen Korrektheit durchaus nicht immer eindeutig zu beantworten. Oft gibt es mehrere Möglichkeiten, etwas auszudrücken, ohne dass eine Variante objektiv besser wäre als eine andere. Oft klaffen auch tatsächlicher Sprachgebrauch und Traditionen sprachlicher Vorgaben schon seit Jahrhunderten weit auseinander, und viele sprachliche Präskriptionen beruhen auf Vorurteilen: einseitigen, veralteten oder auch einfach falschen Ideen davon, wie sprachliche Kommunikation funktioniert und wie Sprachen sich verändern. Vorurteile über die Art, wie Menschen sprechen, können zudem zu weitreichenden sozialen Abwertungen führen, soziale Unterschiede zementieren und legitimieren.

Auf der anderen Seite kann man durchaus gute Argumente für manche sprachlichen Normen finden: Sie sorgen für Einheitlichkeit im Sprachgebrauch (etwa bei starken Dialektunterschieden), verringern sprachliche Barrieren (etwa bei Einfacher Sprache), schaffen transparente Bewertungsmaßstäbe (etwa in der Schule) oder sorgen für weniger Diskriminierung (z.B. gendergerechte Sprache).

In der Ringvorlesung werden unterschiedliche Perspektiven auf Präskriptionen in der Sprache diskutiert, mit Blick auf Deutsch und viele andere Sprachen.

Bachelorstudierende können diese Vorlesung in der Fachergänzung im Modul „Sprache und Literatur - Themen und Tendenzen der aktuellen Forschung“ (FE-SL-SL) belegen. Prüfungsleistung: Lerntagebuch (s. Anleitung auf OLAT).

 

Die Ringvorlesung richtet sich an ein breites Publikum, einschließlich BA- und MA-Studierende, Doktoranden, andere Wissenschaftler*innen und die interessierte Öffentlichkeit.

Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenfreien Veranstaltungsreihe eingeladen.
 

Organisatoren:

Prof. Dr. Lieselotte Anderwald (Englisches Seminar)
Prof. Dr. Steffen Höder (ISFAS)

 

 

Ringvorlesung 2019: Texte analysieren – Linguistik trifft Literaturwissenschaft

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Sommersemester 2019
Ringvorlesung „Texte analysieren – Linguistik trifft Literaturwissenschaft“
Ab dem 16.4. in zweiwöchentlichem Rhythmus jeweils dienstags, 18.15 bis 19.45 Uhr
CAU Kiel, Leibnizstr. 1, Klaus-Murmann-Hörsaal

Programm (Flyer)

Programm (CAU-Webseite)

Die Ringvorlesung „Texte analysieren – Linguistik trifft Literaturwissenschaft“ wird in Kooperation des Germanistischen Seminars mit dem Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien veranstaltet. Es handelt sich um die erste gemeinsame Ringvorlesung der beiden Institute, die zusammen den Studiengang „Deutsch: Literatur und Sprache“ bestreiten. Hierbei wird ein neues Vorlesungsformat erprobt werden, bei dem in „Tandemvorträgen“ jeweils ein/e Linguist/in und ein/e Literaturwissenschaftler/in gemeinsam über einen literarischen Text sprechen. Die Studierenden bekommen an Beispielen vorgeführt, welche unterschiedlichen Erkenntnisinteressen, Verfahrensweisen und Schlussfolgerungen es in den jeweiligen Disziplinen gibt. Damit wird einem häufiger geäußerten Wunsch der Studierendenschaft Rechnung getragen.

 

Die Lektüre von Romanen, Gedichten oder Dramen ist für viele Menschen eine vergnügliche Routine des Alltags. Im Fach Deutsch versucht man diesen Texten mit präzisen wissenschaftlichen Methoden auf die Spur zu kommen. In der Literatur-wissenschaft geht es um die genaue Analyse und Interpretation literarischer Werke. Aber auch für SprachwissenschaftlerInnen
ist die Beschäftigung mit Poesie und Prosa eine lohnende Aufgabe, denn in kaum einem anderen Bereich wird so kreativ mit sprachlichen Formen umgegangen wie in der Literatur. Aber was haben Sprach- und Literaturwissenschaft eigentlich miteinander zu tun, und welche spezifischen Perspektiven und Herangehensweisen sind für sie jeweils charakteristisch? Diesen Fragen wendet sich die Ringvorlesung „Texte analysieren – Linguistik trifft Literaturwissenschaft“ zu, die im Sommersemester 2019 gemeinsam vom Germanistischen Seminar und dem Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien veranstaltet wird. Sprach- und LiteraturwissenschaftlerInnen werden dabei als „Tandems“ auftreten und demonstrieren, mit welchen Methoden sie aus ihrer jeweiligen Fachperspektive literarische Texte analysieren. Einen Rückblick auf die Wissenschaftsgeschichte wird es ebenso geben wie vergleichende Analysen von Lyrik, Prosa und Drama, vom Mittelalter über Nietzsche und Uwe Johnson bis zur Gegenwartsliteratur. Die Ringvorlesung beginnt am 16. April mit einer einführenden Vorlesung über methodische Zugänge zur mittelalterlichen Literatur.

 

Die einzelnen Vorlesungen werden aufgezeichnet und können auf  www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/ringvorlesungen im Livestream verfolgt und danach als Datei abgerufen werden.
 

Die Ringvorlesung richtet sich an ein breites Publikum, einschließlich BA- und MA-Studierende, Doktoranden, andere Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit.


Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenfreien Veranstaltungsreihe eingeladen.
 

Programm (Flyer)

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Elmentaler

Germanistisches Seminar

elmentaler@germsem.uni-kiel.de

 

Prof. Dr. Bernd Auerochs

Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien

bauerochs@ndl-medien.uni-kiel.de

 

Videos zur Ringvorlesung 2018

 

Videos zur Ringvorlesung 2018

Hier können Sie die Videos der Ringvorlesung herunterladen.

 RV 2018 Plakat 

Veranstaltungsdatum

Gastredner/in

Thema des Vortrages

17. April 2018

Dr. Jürgen Trouvain,

(Universität Saarbrücken)

Lachen in Gesprächen aus phonetischer Perspektive

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24. April 2018

Prof. Alena Witzlack-Makarevich

(Universität Kiel)

Lebhafte Anschauung von Ideen in Lautgestalt: Ideophone in den Sprachen der Welt

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8. Mai 208

Prof. Oliver Niebuhr, Stephanie Berger, Kiel

(Universität Sønderborg)

Charismatische Sprache in der Politik: Warum jede ‚Stimme’ zählt

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15. Mai 2018

Prof. Jarich Hoekstra

(Universität Kiel) 

‚Kuusche skal üs möle du.’ Baby Talk im Nordfriesischen

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22. Mai 2018

Prof. Elmar Eggert

(Universität Kiel) 

‚Je suis Charlie.’ Welche Grenzen überschreitet die Sprache? 
Beispiele romanischer Sprachspiele

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29. Mai 2017

Prof. Matthias Meyer

(Universität Kiel) 

Kreativer Sprachgebrauch bei Lewis Carroll

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5. Juni 2018

Prof. Lieselotte Anderwald

(Universität Kiel) 

Geheimsprachen

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 12. Juni 2018

Dr. Christine Ganslmayer

(Universität Erlangen)

Geräusche in der Sprache

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19. Juni 2018

Prof. Shana Poplack

(Universität Ottawa)

Nonstandard speech: marginal or mainstream?
 (Kieler-Woche-Vortrag)

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26. Juni 2018

Dr. Simone Falk

(Universität Paris)

‚Mama, sing mir mal das Buch!’ Singen am Schnittpunkt zwischen Musik und Sprache

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3. Juli 2018

Dr. Elisabeth Reber

(Universität Würzburg)

Interjektionen – Naturlaute oder lautsprachliche Zeichen?

Der Vortrag am 3. Juli 2018 entfällt krankheitsbedingt!
10. Juli 2018

Prof. Kerstin Fischer,

(Universität Sønderborg)

Mit Robotern sprechen

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17. Juli 2018

Prof. Hilke Elsen

(Universität München und Augsburg)

Lautsymbolik – Vorkommen, Wirkung, Nutzen

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