Aktuelles

Im Sommersemester 2021 findet die linguistische Ringvorlesung
„Präskriptionen in der Sprache: Zwischen Normen und Vorurteilen“
als Online-Veranstaltung statt.
Nähere Informationen sowie das Programm finden Sie auf der Seite
Ringvorlesung des Forschungszentrums „Arealität und Sozialität in der Sprache“

 
Neues, areallinguistisches Forschungsprojekt: "GrammArNord"
 
Die DFG fördert das Kieler Projekt "Grammatische Arealität in Nordeuropa und Norddeutschland (GrammArNord)" (Projektleitung Prof. Dr. Steffen Höder, Skandinavistik) mit zwei Doktorandenstellen (Projektstart voraussichtlich März 2020). "GrammArNord" untersucht erstmals systematisch die areale Verteilung grammatischer Strukturmerkmale im kommunikativen Raum in germanischen Sprachen und Varietäten Nordeuropas sowie Norddeutschlands. Diese Sprachen haben einander durch vielfältige Sprachkontakte stark beeinflusst. Zugrunde liegt deshalb die Hypothese, dass sich im Untersuchungsgebiet Verteilungsmuster identifizieren lassen, die vor allem auf der Nonstandardebene sprachliche Arealbildung quer zu Sprachen- und Sprachfamiliengrenzen belegen. Soweit dies der Fall ist, wird außerdem die Hypothese untersucht, dass sie sich auf kontaktbedingte Konvergenz im Kontext der einschlägigen deutsch-nordischen Kontaktszenarien zurückführen lässt. Das Projekt wertet die verfügbare Forschungsliteratur für die Zeit zwischen etwa 1850 und der Gegenwart systematisch aus, um so relevante grammatische Merkmale in ihrer arealen Distribution zu erfassen und automatisiert zu kartieren. Die Ergebnisse werden in einem digitalen Sprachatlas dokumentiert.