Projekt Prof. Dr. Lieselotte Anderwald

Prof. Dr. Lieselotte Anderwald:

"Die Grammatik des Englischen im 19. Jahrhundert"

 

Mein Projekt vergleicht "objektive" Sprachdaten auf der Basis eines sozial repräsentativen Briefkorpus von Alltagsbriefen aus dem England des 19. Jahrhunderts mit präskriptiven Grammatiken der gleichen Zeit, um die Frage zu erhellen, mit welchem Prestige (oder Stigma) bestimmte sprachliche Phänomene belegt waren, und ob (und wenn ja, in welchem Umfang) präskriptive (Wert-)Urteile den Sprachgebrauch der Zeit beeinflusst haben: Konnten sie missbilligte Entwicklungen aufhalten oder verlangsamen, oder haben sie sie vielleicht gar nicht wesentlich beeinflusst? Im Rahmen des Forschungsprojektes "Die Grammatik des Englischen im 19. Jahrhundert" wird ein ca. 2,4 Millionen Wörter umfassendes Korpus mit Alltagsbriefen erstellt, ein digitales Korpus von derzeit knapp 60 Schulgrammatiken wurde bereits kompiliert und wird beständig erweitert.

 

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