Projekt 2 Dr. Ulrich Weber

Dr. Ulrich Weber:

"Niederdeutsche Dialektliteratur"

 

Niederdeutsche Dialektliteratur ist trotz aller Ansprüche und Annäherungen an die hochsprachliche Literatur immer regional gebunden. Dies zeigt sich bei literatursoziologischen Fragestellungen, aber auch bei der Rezeption. Selten handelt es sich bei den Texten um eine „selbstverständliche“ Verschriftlichung der Erstsprache, in der der Autor bzw. die Autorin die stärkste Verankerung erlebt. Häufig ist das literarische Schaffen in der Mundart eine bewusste Absage an die als zu technisch oder rational empfundene Hochsprache. Gelegentlich findet aber auch ein Spiel mit den unterschiedlichen Möglichkeiten von regional unmarkierter und bisweilen sogar lokal gebundener Sprache statt, indem Stoffe, Themen und Motive in beiden Sprachen angegangen werden.